Bestätigung von Chris Thorpe

Bühnenbild // Kostümbild //

Einer Sache sind wir uns doch meistens ziemlich sicher: nämlich, im Recht zu sein. Alle (politischen) Gegner oder anders Denkenden sind dumm, fehlgeleitet und uneinsichtig. Aber worauf gründet diese Gewissheit? Auf der Tatsache, dass unsere Freunde genauso denken, und dass alles, was wir erfahren, lesen und lernen, unsere Ansichten unzweifelhaft bestätigt?

Während derzeit Donald Trumps Wahlsieg in den USA u. a. über Filterblasen in sozialen Netzwerken erklärt wird, hat die Psychologie schon lange einen Begriff für unsere Neigung, jede Information so zu interpretieren, dass sie in unser Weltbild passt: “Bestätigungsfehler” heißt das Phänomen. Ines Krug (Foto) wagt in Chris Thorpes Einpersonenstück ein Experiment: Was, wenn man ernsthaft versucht, alles, woran man glaubt, in Frage zu stellen? Wenn man die Realität mit den Augen des anderen sieht? Verändert sich unser Bild der Wirklichkeit, wenn wir uns auf einen echten Dialog mit, zum Beispiel, einem rechtsextremen Holocaustleugner einlassen? Müssen wir uns davor fürchten? Und umgekehrt: Was entgeht uns, wenn wir es nicht tun?

 

Mit: Ines Krug

Szenische Einrichtung: Marieke Werner
Bühne und Kostüme: Friederike Külpmann
Dramaturgie: Carola Hannusch
Ton: Jörg Rothmann
Licht: Daniel Graczyk

 

Mehr Informationen: http://www.schauspiel-essen.de/extras/bestaetigung.htm